Neuregelungen 2026: Was sich für Bauwirtschaft und Immobilienverwaltung ändert

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Ab dem Jahr 2026 greifen zahlreiche neue gesetzliche und regulatorische Anforderungen, die die Bauwirtschaft, die technische Gebäudeausrüstung sowie die Immobilienverwaltung weiter verändern. Viele Regelungen bauen auf bereits laufenden Entwicklungen auf und verstärken insbesondere die Themen Digitalisierung, Energieeffizienz, Dokumentation und Nachweisführung.

Für Bauunternehmen, Planungsbüros, SHK Betriebe und Immobilienverwalter bedeutet das vor allem eines: Prozesse müssen sauberer, digitaler und transparenter werden.


Energie und Gebäudetechnik

Im Bereich Energie und Gebäudetechnik steigen die Anforderungen weiter an.

Zentrale Punkte ab 2026:

  • Austausch von Bleileitungen wird verpflichtend
  • Dokumentations und Nachweispflichten nehmen zu
  • Gebäudeenergiegesetz und kommunale Wärmeplanung beeinflussen Planung und Beratung
  • Erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Geothermie gewinnen weiter an Bedeutung

Insbesondere die Kopplung technischer Entscheidungen an gesetzliche Vorgaben und Planungsfristen wird im Alltag spürbarer.


Trinkwasser und Gebäudesicherheit

Auch die Trinkwasserversorgung rückt stärker in den Fokus regulatorischer Anforderungen.

Wesentliche Änderungen:

  • Erweiterte Risikobewertungen entlang der Versorgungskette
  • Neue Prüfparameter wie PFAS und Bisphenol A
  • Höhere Anforderungen an Monitoring, Kontrolle und Dokumentation

Betreiber und Verwalter müssen sicherstellen, dass Prüfungen nachvollziehbar durchgeführt und Ergebnisse dauerhaft dokumentiert werden.


Baustellen, Bauprodukte und Materialkreisläufe

Auf Baustellen nehmen sowohl Arbeits und Gesundheitsschutz als auch Umweltanforderungen weiter zu.

Relevante Themen:

  • Strengere Vorgaben im Umgang mit Asbest und Gefahrstoffen
  • Mehr Anforderungen an Abfalltrennung und Recycling
  • Zunehmende Bedeutung digitaler Nachweise

Auf europäischer Ebene kommt hinzu, dass Bauprodukte künftig stärker digital beschrieben werden.

EU Bauproduktenrecht:

  • Einführung digitaler Produktpässe
  • Strukturierte Informationen zu Eigenschaften, Einsatz und Nachhaltigkeit
  • Höhere Anforderungen an Datenhaltung über den gesamten Lebenszyklus

Planung, Genehmigung und Digitalisierung

Digitale Prozesse werden weiter zum Standard in Planung und Genehmigung.

Entwicklungen ab 2026:

  • Digitale Bauakten und digitale Planunterlagen
  • Strukturierte Datenübergaben zwischen Beteiligten
  • Wachsende Bedeutung von BIM über den gesamten Projektverlauf

Zur Beschleunigung des Wohnungsbaus kommen zusätzlich vereinfachte Genehmigungsverfahren zum Einsatz, häufig unter dem Begriff BauTurbo zusammengefasst.


Ausbildung und Fachkräfte

Auch die berufliche Ausbildung im Bauwesen wird angepasst.

Geplante Neuerungen:

  • Modernisierte Ausbildungsordnungen
  • Gestreckte Abschlussprüfungen
  • Stärkere Ausrichtung auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Ziel ist es, Fachkräfte besser auf die veränderten technischen und organisatorischen Anforderungen vorzubereiten.


Fazit

Die Neuregelungen ab 2026 stehen nicht für einen abrupten Umbruch, sondern für eine konsequente Weiterentwicklung bestehender Anforderungen. Digitalisierung, Nachweisführung und technische Standards werden verbindlicher und strukturierter.

Unternehmen, die sich frühzeitig vorbereiten, Prozesse klar definieren und Informationen digital verfügbar machen, schaffen eine belastbare Grundlage für rechtssicheres und effizientes Arbeiten in den kommenden Jahren.

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