Abriss im Bestand: Warum der Rückbau sauber kalkuliert werden muss

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Abriss klingt im ersten Moment oft einfach. Wegnehmen, abtransportieren, entsorgen. Im Bestand sieht die Realität aber meistens anders aus.

Genau darum ging es in der aktuellen LinkedIn Serie von Holger Schönemann. Der zentrale Punkt: Abriss im Bestand ist kein Nebenthema. Er entscheidet häufig mit darüber, ob ein Projekt wirtschaftlich sauber läuft oder ob Marge schon verloren geht, bevor der eigentliche Aufbau beginnt.

Denn Rückbau bedeutet im Bestand selten freie Fläche und ideale Bedingungen. Oft geht es um beengte Baustellen, bewohnte Gebäude, Schutzmaßnahmen für angrenzende Bauteile, Staub, Lärm, enge Zugänge und kleinteilige Transportwege. Was auf dem Papier nach einer einfachen Abrissposition aussieht, kann in der Praxis schnell aus vielen einzelnen Leistungen bestehen.

Wichtig ist deshalb, Abriss nicht pauschal zu denken, sondern logisch aufzubauen. Wände, Öffnungen, Raumteiler, Treppen, Träger, Bodenplatten oder Dachbereiche müssen jeweils anders betrachtet werden. Dazu kommen Transport und Entsorgung nach Materialgruppen, zum Beispiel Bauschutt, Altholz, gipshaltige Stoffe, Mischabfall oder besondere Fälle wie asbesthaltige Materialien.

Gerade bei Gefahrstoffen wird deutlich: Es geht nicht nur um Kosten, sondern auch um Risiko, saubere Abgrenzung und nachvollziehbare Kalkulation. Wer hier zu grob rechnet, hat später schnell Diskussionen mit Bauherrn, Nachunternehmern oder Entsorgern.

Die Serie zeigt damit sehr praxisnah: Sauber kalkulierter Abriss schafft Kostenklarheit, macht Angebote belastbarer und hilft, versteckte Stunden frühzeitig sichtbar zu machen. Besonders im Bestand lohnt es sich, Rückbau, Transport, Entsorgung und Schutzmaßnahmen von Anfang an konsequent mitzudenken.

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